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Thema: Eine unheimliche Fundsache

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    Eine unheimliche Fundsache



    Antoine de St. Exypéry



    Jäger,Jagdbomber und Aufklärer Lockheed P-38 Lightning



    Ex-Jagdflieger der deutschen Luftwaffe: Horst Rippert

    Bildquellen -Internet



    Jahrzehnte lang wurde über das spurlose Verschwinden des bekannten französischen Dichters und Fliegers Antoine de St. Exupéry (Der kleine Prinz) gerätselt. De St. Exupèry war Luftwaffenpilot und flog am 31. Juli 1944 von Korsika aus einen Aufklärungseinsatz mit einer amerikanischen P 38 „Lightning“ über die südfranzösische Mittelmeerküste ins Innere Südfrankreichs. Die Aufklärungsmission war gegen Luftwaffenstützpunkte und militärische Einrichtungen der deutschen Wehrmacht gerichtet, gegen die die alliierte Invasionsstreitmacht von Italien und Nordafrika aus gross angelegte Militäraktionen vorbereitete. Der Aufklärer kam von seiner Mission nie zurück; Jahrzehnte lang rankten sich Gerüchte und Mythen um das spurlose Verschwinden des berühmten Dichters.

    Manchmal ist es geradezu unheimlich, welche Zufälle (wenn man das überhaupt noch so nennen kann) mit menschlichen Schicksalen verbunden sind: Jahrzehnte nach St. Exupery’s Verschwinden fährt der Fischer Jean-Claude Bianco mit seinem Boot vor die Insel Île de Roi südlich von Marseille. Als er sein Netz einholt, glitzert ihm ein kleines Metallteil entgegen. Bianco buddelt es aus Algen und Schlick hervor und reinigt es provisorisch. Fassungslos starrt er auf die Inschrift eines Silberarmbandes: „Antoine de St.Exypéry“ ist in das Silberband eingraviert.

    Vorerst glaubt dem Fischer niemand, dass er einen so sensationellen Fund gemacht haben könnte und er wird der Manipulation verdächtigt. Ein passionierter Taucher glaubt jedoch an die Aussage von Jean-Claude Bianco und geht der Angelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund. Im Jahr 2000 unternimmt er einen ersten Tauchgang vor der südfranzösischen Küste weit westlich der Route, die1944 eigentlich für den Rückflug von St. Exupéry von seinem Aufklärungseinsatz nach Korsika geplant war. Und tatsächlich, an der Stelle, wo derFischer das Silberarmband aus seinem Netz geborgen hatte, finden sich auf dem Meeresgrund Wrackteile einer P-38 „Lightning“.

    2003 erfolgen die Bergung der Wrackteile und anschliessend langwierige und mühsame Anstrengungen, die stark korrodierten und verkrusteten Metallteile zu reinigen und zu identifizieren. Schliesslich gelingt es, die Nummer 2734 auf einem für die „Lightning“ typischen Turbolader eines der beiden Motoren sichtbar zu machen. Das Rätsel ist gelüftet: Es handelt sich um St. Exupery’s Aufklärer. Wäre nicht der schon unheimliche Zufall des Silberarmband-Fundes, das dem Entdecken einer Nadel im Heuhaufen gleicht, geschehen, hätte das Schicksal von St. Exupery wohl nie mehr geklärt werden können. Umso mehr, als dessen Maschine, statt auf kürzestem Weg nach Korsika zurückzufliegen, eine massive Kursänderung nach Westen vorgenommen hatte. Wahrscheinlich, um noch abschliessende ungeplante Aufklärungsmissionen über der französischen Küste in der Gegend von Marseille durchzuführen.

    Wie weitere intensive Nachforschungen später ergaben, startete ebenfalls am 31.Juli 1944 der deutsche Jagdflieger Horst Rippert von Südfrankreich aus zu einem Patroillienflug. Er entdeckte plötzlich eine einsame P-38 über dem Mittelmeer, setzte sich hinter sie und feuerte mit den Bordwaffen seiner Messerschmitt Me109 auf die Tragflächen der Lightning. Sekunden später brach der alliierte Aufklärer auseinander und stürzte senkrecht ins Meer. Da Rippert keine Zeugen des Abschusses hatte, wurde dieser nicht offiziell bestätigt. Auch entsprechende Aufzeichnungen gingen beim Rückzug der deutschen Luftwaffe aus Frankreich verloren.

    Der folgenschwere Abschuss an diesem 31. Juli 1944 fand daher bis zum fast unglaublichen Fund des Silberarmbandes keine Beachtung mehr.
    Auch als Realist kann man sich bei dieser Geschichte, die vor einigen Tagen auch in einem äusserst beeindruckenden Beitrag des TV-Senders „Drei-Sat“ dokumentiert wurde, fragen, ob solches Geschehen wirklich nur Zufall sein kann..……….

    Recherchiert von mercator
    Geändert von mercator (29.01.2012 um 19:51 Uhr)

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